Unser Verdauungssystem unter der Lupe

Sie sind hier: Blog / Unser Verdauungssystem unter der Lupe
Unser Verdauungssystem unter der Lupe

Unser Verdauungssystem unter der Lupe

Verfasser Meopin - 18 April 2017
mal gelesen

Wie wichtig unser Verdauungssystem ist, merken wir oft erst, wenn Beschwerden vorliegen. Schmerzen, Krämpfe, Übelkeit, Unwohlsein, Durchfall, und Verstopfung sind offensichtliche Symptome bei Problemen im Verdauungssystem.
Aber auch Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Nervosität, Vitamin- und Mineralstoffmangel, unerklärliche Gewichtsabnahmen oder -zunahmen und nicht zuletzt Anfälligkeit für Krankheiten haben nicht selten ihren Ursprung im Verdauungssystem.
Doch was ist eigentlich genau unser Verdauungssystem?

Im Grunde genommen fängt die (Vor)Verdauung aufgenommener Lebensmittel bereits an, noch bevor wir den erste Bissen zu uns genommen haben: schauen wir uns die Nahrung an oder riechen ihren Duft, wird im Mund Speichel (Verdauungssaft) produziert. Unser Speichel enthält bereits erste Verdauungsenzyme, die vor allem Kohlenhydrate spalten. Während des Kauens verarbeiten dann Zähne und Zunge mit Hilfe des Speichels die Nahrung zu einem Brei, der dann durch die Speiseröhre in den Magen transportiert wird.

Im Magen beginnt dann die eigentliche Verdauung. Dem Nahrungsbrei wird Magensaft (Verdauungssaft) hinzugefügt, der wiederum aus Speichel, Enzymen und Salzsäure besteht. Diese Enzyme leiten die Spaltung der Proteine ein, die Salzsäure tötet Keime und Bakterien ab.

Vom Magen aus wird der Nahrungsbrei weiter in den Dünndarm transportiert, erste wichtige Station ist der Zwölffingerdarm: hier kommen weitere Verdauungssäfte zum Einsatz die ihre Ursprung in der Leber, der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse haben. Kohlenhydrate, Proteine und jetzt auch Fette, werden weiter aufgespalten, bis sie klein genug sind, um zusammen mit Vitaminen und Mineralstoffen von den Zellen der Darmwand aufgenommen zu werden. Über die Blut- oder Lymphbahnen werden diese dann endgültig verstoffwechselt.

Die letzte Station der Nahrung in unserem Körper ist der Dickdarm. Hier werden die letzten verbleibenden Mineralstoffe aufgenommen. Dem Brei wird ausserdem das Wasser entzogen, das unser Körper für diverse Funktionen benötigt. Anschliessend werden die unverdaulichen Bestandteile unserer Nahrung als Stuhl über Enddarm und After wieder ausgeschieden.


Wie Sie sehen können, ist unser Verdauungssystem komplex und es gibt viele Stationen, an denen Probleme und Beschwerden auftreten können. Lokale Erkrankungen haben aber meistens Auswirkungen auf den gesamten Verdauungsapparat und Ursachen sollten schnellstmöglich abgeklärt und kompetent behandelt werden.

Stress und innere Angespanntheit haben nicht selten einen negativen Einfluss auf unser Verdauungssystem. Im Magen kann sich die Zusammenstellung des Magensafts verschieben. Sodbrennen, Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüre sind die Folge.

Unser Darm reagiert ebenfalls stark auf negative psychische Einflüsse: akute Durchfälle und Verstopfungen gehören noch zu den relativ harmlosen Konsequenzen. Längst nachgewiesen ist der negative Einfluss von Stress auf chronische Darmerkrankungen wie z.B. Morbus Chron oder Colitis ulcerosa.
Eine akute oder chronische Darmerkrankung hat Auswirkungen auf unser gesamtes Immunsystem. Die daraus resultierende Abwehrschwäche führt leicht zu sekundären Erkrankungen und Infekten.

Aber auch eine aus dem Gleichgewicht geratene Darmflora schwächt unsere Abwehrkräfte. Deswegen ist es auch wichtig, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten: unser Darm braucht genügend Ballaststoffe und die Enzyme aus den Verdauungssäften um richtig arbeiten zu können. Antibiotika, Pestizidrückstände, übermässiger Alkohol- und Zuckerkonsum schädigen die Darmflora zum Teil nachhaltig. Ausserdem müssen wir uns ausreichend bewegen, um die Darmtätigkeit anzuregen, denn es gilt: ist unser Darm träge, sind auch wir träge!

Verdauungsprobleme, dessen Ursachen nicht eindeutig diagnostiziert werden können, erfordern nicht selten eine ganzheitliche Herangehensweise. Bei den einen Patienten sind Medikamente nötig, bei den anderen sind Medikamente Bestandteil des Problems. Bei den einen liegt die Wurzel allen Übels in einer physischen Ursache, bei den anderen basieren die Beschwerden auf psychischer Ebene. Wiederum anderen helfen Wirkstoffe aus der Naturheilkunde, wo schulmedizinische Arzneimittel keinen Einfluss (mehr) haben.


Können Sie erahnen, mit wie vielen Akteuren aus dem Gesundheitswesen Sie bei Verdauungsproblemen eventuell zu tun haben werden? Vom Allgemeinmediziner über den Zahnarzt, Internisten, Gastroenterologen, Physiotherapeuten, Naturheilpraktiker, Apotheker, Psychiater, Psychotherapeuten, bis hin zum Laboranten dürfte so ziemlich alles dabei sein.

Damit Sie nicht den Überblick verlieren und zukünftig einfach einen kompetenten Dienstleister finden können, nicht nur in der Nähre Ihres Zuhauses oder Arbeitsplatzes sondern auch an Ihrem Urlaubsort, entsteht die Online-Plattform Meopin. Sie erfasst alle Gesundheitsberufe und durch das integrierte und kontrollierte Bewertungssystem können Sie von den Erfahrungen anderer Patienten profitieren.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann schreiben Sie Sich schnell für unseren Newsletter ein und bleiben Sie auf dem neuesten Stand!

Über den Verfasser
Meopin

Meopin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.