Immer gestresst – Was kann man dagegen tun?

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Immer gestresst – Was kann man dagegen tun?

Immer gestresst – Was kann man dagegen tun?

Verfasser Meopin - 21 April 2017
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Wie die Zeit vergeht! – Ein Satz den jeder kennt. In unserem schnellebigen Zeitalter rennt uns die Zeit förmlich davon und wir laufen hinterher. Sich an einem Platz zu befinden, aber woanders sein zu wollen oder zu müssen, schafft eine  Lücke, die wir versuchen zu schließen. Dies versetzt uns in einen Zustand, den jeder kennt: eine Stresssituation.

 

Aber Stress ist nicht gleich Stress. Grundsäztlich ist Stress eine körperliche Reaktion auf jegliche Art von Anforderungen oder Bedrohungen. Wenn man sich bedroht fühlt – ob dies nun eine reale oder imaginierte Bedrohung ist, spielt keine Rolle – fängt der Körper an Stresshormone (u.a. Adrenalin und Kortisol) zu produzieren, um den Körper auf einen Notfall vorzubereiten. Dieser Zustand wird noch „fight-or-flight“ Modus genannt. Stress ist sozusagen ein Schutzmechanismus.

Wenn wir gestresst sind passiert folgendes mit unserem Körper; Der Blutdruck steigt, die Herz- und Atemfrequenz steigt, unser Verdauungs- und Immunsystem werden weniger aktiv, die Muskeln verspannen sich und wir haben Probleme, zu schlafen.

Man kann 2 Arten von Stress unterschieden! Eustress und Distress.

Eustress definiert man als kurzfirsitgen positiven Stress. Er wirkt wie ein Motivationscoach und regt an aktiv zu werden. Steht man unter leichtem Stress, ist man produktiver, fokussierter, energiegeladen und aufmerksam. Diese Art von Stress treibt einen dazu, seine Ziele zu erreichen und steigert die Leistungsfähigkeit. Diese Art von Stress wird nicht als Belastung wahrgenommen.

Falls der Stress dann noch zunimmt und nicht mehr zu bewöltigen ist, wird Eustress zu Distress. Distress wird auch als negativer Stress bezeichnet. Diese Art von Stress wird von den Betroffenen immer als eine Belastung angesehen und kann negative mentale und körperliche Folgen haben.

Stress stellt ein Risiko für die Gesundheit dar, wenn er im Übermaß auftritt und nicht durch regelmäßige Entspannungsphasen entschärft werden. Was als negativer Stress bewertet wird, ist von Person zu Person unterschiedlich. Ein negativer gestresster Mensch empfindet, dass eine Situation seine Kräfte und Bewältigungsmöglichkeiten überstrapaziert und sich der Herausforderung nicht gewachsen fühlt. Hält die Stresssituation über einen langen Zeitraum an kann es zum Burnout kommen.

Auslöser einer Stressreaktion nennt man Stressoren. Aüßerliche Stressoren sind zum Beispiel, Hitze, Kälte, eng Räume, Lärm, Hunger oder Verletzungen. Innere Stressoren oder Seelische Stressoren, sind vor allem Angst, Zeitdruck bei der Arbeit, Prüfungsituationen, Über- oder Unterforderung, hohe Erwartungen und negative Denkmuster. Außerdem können Lebensereignisse, wie zum Beispiel eine unheilbare Krankheit, oder eine Kündigung, der Tod eines Familienmitglieds zu Distress führen. Befindet man sich im Dauerstress, kann der über längere Zeit krank machen!

Was kann man gegen Stress unternehmen und wie beugt man ein Burnout vor?

Erstens, muss man die Stressoren erkennen und diese dann analysieren: „Was genau stresst mich?“. Hat man Druck auf der Arbeit? Ist man schneller ungeduldig und ständig nervös? Ärgert man sich schneller und verliert dabei die Fassung? Habe ich schreckliche Angst vor verschiedenen Situation?…

Bei der Stressbewältigung steht der aktive Umgang mit den Auslösern im Vordergrund. Hier sind einige Tipps gegen Stress:

  • Spannungen schnell ansprechen und klären damit sie nicht eskalieren.
  • Familienleben und Freundschaften pflegen
  • Spaziergänge, Sport und genügend Schlaf sind wichtig
  • Akzeptieren, dass alltäglicher Stress und Streit völlig normal sind – auch im Urlaub und an Festtagen
  • Lernen „Nein“ zu sagen und sich nicht allen Wünschen von außen beugen
  • Erwartungen (vor allem an sich selbst) nicht zu hoch setzen
  • Die innere Uhr berücksichtigen (schwere Arbeiten zum persönlichen Leistungshoch)
  • Meditationen und Entspannungsübungen um gezielt Ruhe in den Tag zu bringen

Es gibt verschiedene Mittel zur Stressbewältigung. Es kommt auf das richtige Gleichgewicht zwischen Spannung und Entspannung an. In der medizinischen Rehabilitation von Stress bedingten Herz-Kreislauf Erkrankungen spielt die „aktive Entspannung“ eine zunehmende Rolle: Patienten lernen zum Beispiel durch kontrolliertes An- und Entspannen von Muskeln, Stress aktiv abzubauen. Auch meditative Atemtechniken, in Stress-Momenten bewusst eingesetzt, sind äußerst effektiv: Wer sich auf seine Atmung konzentriert, blendet störende Gedanken oder Einflüsse aus und schafft sich so mitten im Stress kleine Ruheinseln. Sport kann auch ein Ventil für Druck sein. Außerdem sollte man versuchen sich nicht noch in seiner Freizeit zu stressen, da oft hier die Möglichkeit besteht kürzer zu treten und sich zu entspannen.

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