Der Weltgesundheitstag

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Der Weltgesundheitstag

Der Weltgesundheitstag

Verfasser Meopin - 7 April 2017
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Am Freitag, den 7. April, feierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihren 67. Weltgesundheitstag. 1948 wurde dieser Tag an der ersten Gesundheitsversammlung angenommen und findet seit 1950 jedes Jahr statt. Dieser Tag zielt darauf ab, das Bewusstsein und Interesse für ein bestimmtes Gesundheitsthema zu wecken, ein vorrangiges Tätigkeitsfeld und das Jubiläum der Gründung der WHO zu feiern.

Darüber hinaus, widmet sich dieser Tag immer spezifischen gesundheitlichen Problemen,  und warf im Laufe der Jahre Licht auf eine große Anzahl von gesundheitlichen Fragen wie z.B psychische Gesundheit, Mütter- und Kinderbetreuung und Klimawandel. Die Veranstaltung ist geprägt von Aktivitäten, die über den Tag hinausgehen und Anlass geben, sich mit wichtigen globalen Gesundheitsproblemen auseinanderzusetzen.

Die diesjährige Weltgesundheitstag-Kampagne befasst sich mit einer Krankheit, die Menschen aus allen Altersstufen, auf allen Lebenswegen und aus allen Ländern betrifft. Laut dem „Global Health Estimates Report“ der Weltgesundheitsorganisation leiden etwa 322 Millionen Menschen, 4,4% der Weltbevölkerung an dieser Krankheit. Sie beeinflusst beträchtlich das Leben der Betroffenen und kann im schlimmsten Fall sogar zu Selbstmord führen, was die zweithäufigste Todesursache bei 15-29 Jährigen ist. Die Rede ist von Depressionen.

Aber der diesjährige Weltgesundheitstag widmet sich nicht nur depressiven Störungen, sondern auch Angststörungen und allgemeinen mentalen Störungen. 264 Millionen Menschen, 3,6% der Weltbevölkerung sind von Angststörungen betroffen.

Depression weist eine Menge Symptome auf: Traurigkeit, Verlust von Interesse und Freude, Schuldgefühle oder niedriges Selbstwertgefühl, gestörten Schlaf oder Appetit, Gefühle von Müdigkeit und schlechter Konzentration. Depression kann entweder eine lang anhaltende oder eine chronisch wiederkehrende Krankheit sein. Es beeinträchtigt die Fähigkeit einer Person, die Arbeit am Arbeitsplatz, in der Schule ordnungsgemäß zu beweltigen oder mit dem Alltag an sich klar zu kommen.

Gefühle von Furcht und Angst, einschließlich generalisierte Angstzustände, Panikstörung, Phobien, soziale Angstzustände, Zwangsstörungen und posttraumatische Belastungsstörungen sind unter dem Begriff Angststörung zusammengefasst. Trotzdem sind diese Symptome, die gerade erwähnt wurden, nicht mit gelegentlich auftretenden Gefühlen von Traurigkeit, Stress und Angst zu verwechseln, die jeder irgendwann in seinem Leben erlebt.

Häufige psychische Störungen wie diese werden häufig durch Arbeitslosigkeit, Armut, markante Lebensereignisse, physische Krankheiten, Alkohol- und Drogenmissbrauch ausgelöst. Die Zahl der psychischen Störungen ist in Ländern mit niedrigem Einkommen gestiegen und ist häufiger bei Frauen als Männer vorzufinden. In Luxemburg sind 5%, in Belgien 4,8% und in Deutschland 5,1% der Bevölkerung depressiv.

Die Weltgesundheitsorganisation konzentriert sich auf den diesjährigen Weltgesundheitstag auf Depressionen und will Dialoge eröffnen und die mit dieser stark behindernden Krankheit verbundene Stigmatisierung anpacken. Obwohl es eine sehr häufige Krankheit ist, ist sie immer noch unbekannt und schlecht behandelt. „Obwohl Depressionen behandelt und verhindert werden können, erhalten mindestens 75% aller Menschen, die unter einer großen Depression leiden, keine adäquate Behandlung“, sagte WGO-Regionaldirektor für Europa, Dr. Zsuzsanna Jakab.

In Europa leben 40 Millionen Menschen mit einer depressiven Störung. Die WGO-Kampagne „Depression: Let’s talk!“ zielt darauf ab, die breite Öffentlichkeit über die Konsequenzen und den Umgang mit Depressionen zu informieren und wie man Menschen mit Depressionen unterstützen kann. Über Depressionen sprechen ist ein wichtiger erster Schritt im Kampf gegen diese, aber oft vermeiden oder zögern die Betroffenen sich behandeln zu lassen, weil sie befürchten diskriminiert zu werden. 3 von 4  betroffenen Personen erhalten nicht die passende Hilfe, die sie benötigen. Das übergeordnete Ziel der WGO und der Weltgesundheitstag-Kampagne ist es, Menschen mit einer psychischen Krankheit zu motivieren, um Hilfe zu suchen und diese dann auch zu bekommen.

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